Die Verhaltenstherapie

 

Individuelles Verhalten wird u.a. durch Erfahrungen im Laufe des Lebens erlernt und beeinflusst. Dabei werden Verhaltensweisen unserer Katzen und Hunde durch positive Erfahrungen verstärkt. Negative Erfahrungen schwächen oder vermeiden Verhalten. Verhaltensprobleme bzw. -störungen können schließlich durch erlernte problematische oder nicht angemessene Verhaltensmuster entstehen.

Die Verhaltenstherapie besteht aus vielfältigen Methoden zur Behandlung von Ver-haltensproblemen und -störungen, die je nach Verhaltensauffälligkeit einzeln angewandt oder unterschiedlich miteinander kombiniert werden können. Sie setzt umfangreiches Wissen auf zahlreichen Fachgebieten (wie bspw. der Ethologie, Lernbiologie, Verhaltens-physiologie und -ökologie) sowie solide Kenntnisse über Rassetypen, rassespezifische Besonderheiten u.v.m. voraus.

 

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Zielsetzung:

Unerwünschte tierische Verhaltensweisen sollen verlernt und dafür erwünschtes Verhalten aufgebaut werden.

Um dies zu erreichen, bedarf es in der Regel neben meiner Beratung und Betreuung eines regelmäßigen Trainings zwischen Ihnen und Ihrer/n Fellnase/n. So erhalten Sie meiner-seits Anleitungen zur Selbsthilfe, indem ich Ihnen die für das Training notwendigen Hin-tergrundinformationen und Kenntnisse vermittele und Ihnen in der praktischen Umsetzung mit Rat und Tat zur Seite stehe.




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Der Unterschied macht´s!

Zeigen unsere Fellchen im Zusammenleben mit uns unliebsames Verhalten, wird dieses gerne direkt als ein Problemverhalten oder gar eine Verhaltensstörung eingestuft. Wichtig ist es allerdings, diese drei Stufen genau zu unterscheiden und richtig einzuordnen!

Unerwünschtes Verhalten

Unerwünschtes Verhalten liegt dann vor, wenn sich unsere Katzen und Hunde anders verhal-ten, als wir es von ihnen erwarten.

Dabei vergessen wir gerne, dass die entspre-chende Verhaltensweise selbst oft Bestandteil des normalen art- bzw. rassetypischen Verhal-tens ist.

Typisches Beispiel ist das Jagdverhalten, wel-ches je nach Rasse mehr oder weniger stark ausgeprägt ist.

Problemverhalten

Hierbei handelt es sich um Verhaltensauf-fälligkeiten, die über unsere individuelle Betrachtungsweise und ein damit einherge-hendes Störempfinden hinausgehen und als lang anhaltende Belastung erlebt werden.

So fügt das betroffene Tier nicht selten sich selbst oder anderen Personen bzw. Tieren, Schaden zu. Ebenfalls ist ein Problemverhalten oft mit Leid des entsprechenden Vierbeiners verbunden. Es kann bspw. mit Emotionen (wie Angst) verknüpft sein oder körperliche Ursa-chen (wie Krankheiten, Schmerzen) haben.

Typische Beispiele sind Geräuschängste (z.B. hervorgerufen durch Silvesterknallerei, Türklin-gel …), Trennungsängste, Unsauberkeit u.v.m.

Verhaltensstörung

Psychische Krankheiten entsteht dann, wenn er-lernte Muster nicht angemessen oder proble-matisch sind. Somit beinhalten Verhaltensstö-rungen abnormes Verhalten, welches grund-sätzlich als krankhaft klassifiziert werden kann und beim Patienten selber und/oder seiner Umgebung Leidensdruck verursacht.

Im Gegensatz zu unerwünschtem Verhalten oder Problemverhalten gibt es bei Verhaltensstörun-gen keinen logischen Auslöser für die gezeig-te Reaktion.

Als typisches Beispiel lässt sich autoag-gressives Verhalten (wie übermäßiges Putzen oder Schwanzjagen) benennen.

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Bitte reagieren Sie schnell!

Je länger Sie mit der Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten warten, desto größer ist die Gefahr der Festigung des unerwünschten Verhaltens Ihres Tieres. Damit einhergehend sind nicht selten Beginn und Verlauf eines Verhaltensproblems schwer oder gar nicht mehr nachvollziehbar, woraus eine schwierigerelangwierigere und kostenintensivere Verhaltenstherapie resultieren kann.

Verhaltensauffälligkeiten können außerdem in Verbindung mit Krankheiten auftreten. Allein schon deswegen ist ein schnelles Reagieren der Bezugsperson ratsam, um nicht evtl.(schwerwiegende) Erkrankungen Ihres Fellchens „zu verschleppen“.

So empfehle ich Ihnen je nach Anliegen gegebenenfalls einen Tierarztbesuch, um organische Ursachen einer Verhaltensauffälligkeit abzuklären bzw. auszuschließen. Dieses Ausschlussverfahren ist notwendig, da therapeutische Maßnahmen bei einer ernsthaften Erkrankung Ihres Fellchens meist nicht oder nur eingeschränkt weiterhelfen.